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Pflegeversicherung PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 27. Januar 2009 um 13:59

In Deutschland sind heute über 3,2 Millionen Menschen auf Betreuung und Unterstützung angewiesen, weil sie wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit die regelmäßigen Aufgaben des täglichen Lebens nicht alleine schaffen können.

Die Pflegeversicherung sichert den Pflegebedürftigen solidarische Unterstützung zu, damit sie möglichst selbst Ihr Leben führen können. Ihre Leistungen sollen die familiäre, nachbarschaftliche und sonstige Pflege und Betreuung ergänzen.

Maßgebend dafür, welche Leistungen Pflegebedürftige erhalten, ist der Grad der Hilfebedürftigkeit. Dieser wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen festgestellt. Um den unterschiedlichen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat der Gesetzgeber drei Pflegestufen festgelegt.

Pflegestufe I (Erhebliche Pflegebedürftigkeit):

 

Es sind Personen, die bei der Körperpflege,Ernährung oder der Beweglichkeit für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens 1x täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand für die Hilfe bei der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung muss im Tagesdurchschnitt mindestens 1,5 Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen.

Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftigkeit):


Zu dieser Gruppe zählen Menschen, die bei der Körperpflege, Ernährung oder der Mobilität mindestens 3x täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Der Zeitaufwand für die Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung muss im Tagesdurchschnitt mindestens 3 Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 2 Stunden entfallen müssen.

Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftigkeit):


Hierzu gehören die Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, also auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Der Zeitaufwand für die Hilfe bei der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung muss im Tagesdurchschnitt mindestens 5 Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 4 Stunden entfallen müssen.

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